index Der Mensch-Körper und Seele
Die Seele in der Philosophie
7.3.1 Platon
(von 428/427 v. Chr. bis 348/347 v. Chr. in Athen)
Für den antiken Philosophen Platon ist die Seele ein unsterbliches, sich
selbst bewegendes Prinzip, das dem sterblichen Körper erst das Leben und die
Erkenntnisfähigkeit verleiht.
Die Unsterblichkeit und Seelenwanderung
Das Dreiteilige Seelenmodell (Seelenwagen-Gleichnis)
Platon teilt die menschliche Seele in drei Bereiche auf:
1.
Der vernünftige Seelenteil (Logistikon):
Im Kopf angesiedelt, göttlich und unsterblich; er strebt nach Wahrheit, Weisheit
und Vernunft. [1]
2.
Der mutartige/emotional-tatkräftige Teil (Thymoeides):
In der Brust angesiedelt; zuständig für Ehrgeiz, Mut, Stolz und
Durchsetzungskraft.
3.
Der begehrende/nahrhafte Teil (Epithymetikon):
Im Unterleib angesiedelt; er richtet sich auf körperliche Triebe, Hunger, Durst
und Fortpflanzung aus. [1]
Seelische Gesundheit und ein gerechtes Leben werden laut Platon erst dann
erreicht, wenn die Vernunft die Führung über die beiden anderen Teile
übernimmt.
Hier
wird die Seelenlehre von Platon anschaulich erklärt:
Gerechtigkeit im Menschen herrscht dann, wenn die Vernunft führt, der Mut ihr
gehorcht und das Begehren gezügelt wird – analog zu den drei Ständen im
platonischen Staat. [1]
Quellen:
Verfügbare PDFs und Zusammenfassungen
Direkte, weiterführende Texte und wissenschaftliche Arbeiten zum Thema
finden Sie unter folgenden Links:
Eine detaillierte Abhandlung zur Seelenteilung bietet die
Zusammenfassung der TU Berlin (PDF).
Eine Übersicht zum Seelenmodell finden Sie auf der
Academia-Plattform (PDF).
Eine kompakte Aufarbeitung der Grundbegriffe stellt die
Knowunity-Lernplattform
zur Verfügung.
https://fpt.akt.tu-berlin.de/chen/Seelenteilung.pdf
Die Seelenteilung im Buch die Politeia
http://www.bibliotheca-classica.org/sites/default/files/Hyp%2011_1%2002%20p.%2030_59%20Alt_0.pdf
Zur Auffassung von Seele und Geist bei Platon. Mittelplatonikern; Plotin